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Schluss für den Tagabbau in Costa Rica
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Mit großer Freude habe ich nach meiner Ankunft am 8.11. in Costa Rica erfahren, dass ein Gesetz in Kraft trat, das den Tagabbau, was Bodenschätze betrifft verbietet!
Der Sieg ist das Ergebnis harter Arbeit der sozialen Bewegungen und Umweltgruppen des Landes. Jahrelang haben sie mit Informationskampagnen, Demonstrationen und Protesten für die Entscheidung gekämpft und Druck auf Regierung und Parlament ausgeübt, dieser besonders zerstörerischen und kontaminierenden Form des Bergbaus ein Ende zu setzen.
Der einzige Haken: Das Gesetz gilt nicht rückwirkend. Das geplante und seit Jahren heftig umstrittene Goldminenprojekt im Regenwald von Crucitas bleibt damit bestehen. Denn der vorherige Präsident des Landes, Oscar Arias, hatte in einer Nacht- und Nebelaktion Crucitas zum „nationalen Interesse“ erklärt.
Dabei ist der geplante Goldabbau nahe San Carlos im Norden des Landes seit Jahren Brennpunkt der Antibergbauproteste in dem kleinen mittelamerikanischen Land. In den kommenden Tagen entscheidet ein Gericht über eine von Umweltschützern eingereichte Klage gegen die erteilte Goldminenkonzession.
Bitte nutzen Sie diesen entscheidenden Moment und schreiben Sie an die Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla. Das Protestschreiben dazu finden Sie auf unserer Homepage unter "Mitmachen bei Aktionen". Das Dekret, das den Goldabbau in Crucitas zum „nationalen Interesse“ erklärt, muss zurückgenommen werden.
Präsident Arias hat gegen einen Gerichtsbeschluss an einem Wochenende 150 Baumfäller mit Motorsägen angeheuert, die riesige Regenwaldflächen in Crucitas abholzten... damit ein Verbot keinen Sinn mehr macht. Costa Rica, das weltweit als Ökotourismusziel gilt, soll endlich komplett Schluss machen mit den zerstörerischen Minenprojekten im Tagebau.